Forschungsverbund PRIMIUM ("Prozessinnovation mit Unternehmenssoftware") 2003 - 2007
Bedeutung von Unternehmenssoftware
Unternehmenssoftware zählt zu den Forschungs- und Innovationsschwerpunkten in Baden-Württemberg. Die Bedeutung von Unternehmenssoftware wird auch in Zukunft weiter steigen, da die Beziehungen und Abhängigkeiten sowohl in Unternehmen als auch zwischen Unternehmen zunehmen. Um zukünftig effizientere Geschäftsprozesse zu gestalten, hat der Forschungsverbund PRIMIUM - Prozessinnovationen mit Unternehmenssoftware - das Ziel, Softwarelösungen im Bereich Unternehmenssoftware systematisch zu erforschen und für die Praxis nutzbar zu machen. Der Forschungsverbund wurde von 2003 bis Ende 2007 durch das Wissenschaftsministerium des Land Baden-Württemberg gefördert.
Die angestrebten Prozessinnovationen sollen vorrangig auf Veränderungen in der Softwaretechnologie, insbesondere durch Komponententechnologie und durch webgestützte Kooperationsplattformen, aufbauen. Hieraus werden neue Möglichkeiten zur inner- sowie zwischenbetrieblichen Kooperation für die Unternehmenssoftware erwartet.
Konsortien
In drei Konsortien klären die führenden Informatik- und Wirtschaftsinformatikinstitute des Landes gemeinsam mit 15 Praxispartnern, darunter global agierende Banken, Automobilhersteller und Softwarehäuser, ganz praktische Fragestellungen:
- Wie müssen Softwarekomponenten entworfen und implementiert werden, um prozessorientierte Informationssysteme im Plug & Play-Stil realisieren zu können und wie muss die zugrundeliegende Workflow-Technologie beschaffen sein, damit flexibel auf Ausnahmefälle und auf Prozessänderungen reagiert werden kann?
- Können komponentenbasierte Modelle bei der Entwicklung der betrieblichen Altersvorsorge - die in der Ausgestaltung viele verschiedene Bausteine zulässt - auch von Finanzdienstleistern bei der Kundenberatung eingesetzt werden?
- Wie kann die Qualität von digitalen Supply-Chains zwischen Automobilherstellern und Zulieferern optimiert werden?
Vernetzung von Wirtschaft und Forschung
Bei der gesamten Forschung stehen somit der Anwendungsbezug der Forschung und die Einbindung der Wirtschaft im Mittelpunkt. Der Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft wird durch die Beteiligung von Unternehmen an den Konsortien des Verbunds sowie durch regelmäßig stattfindende Workshops und Vollversammlungen gewährleistet.
Um den Forschungsverbund in seiner Gesamtheit darzustellen und Synergien zwischen den Konsortien zu schaffen, wurden die MFG Baden-Württemberg und die Universität Mannheim vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg damit beauftragt, den Forschungsverbund nach innen zu vernetzen und die Forschungsthemen und Ergebnisse nach außen zu transferieren. Eine enge Schnittstelle des Verbundes besteht zu dem wirtschaftsorientierten Transferprogramm TASK. Auf diese Weise wird eine enge Vernetzung mit der mittelständischen Software-Industrie in Baden-Württemberg gewährleistet.



